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Die Rolle der Kultur als eines der wirksamsten Instrumente der internationalen Kommunikation, der Stärkung des gegenseitigen Verständnisses und des Vertrauens zwischen den Völkern wurde zum zentralen Thema der neuen Ausgabe des analytischen Videoprojekts „Dialog mit Tofiq Abbasow“, das auf der Expertenplattform Baku Network erschienen ist.

Zu Gast in der Sendung war die bekannte gesellschaftlich-politische Persönlichkeit Aserbaidschans, Doktorin der Philosophie in Kunstwissenschaft und Musikwissenschaftlerin Nigar Achundowa. Im Laufe des Gesprächs teilte sie ihre Sicht auf den Stellenwert der Kultur im staatlichen und gesellschaftlichen Leben sowie ihre Bedeutung für die Entwicklung des internationalen Dialogs und der Kulturdiplomatie.

Laut N. Achundowa waren alle Etappen ihrer beruflichen Tätigkeit unmittelbar mit der Kultur verbunden - von der Ausbildung am Staatlichen Konservatorium Aserbaidschans namens Usejir Hadschibejow und der wissenschaftlichen Arbeit bis hin zur Tätigkeit im Kulturministerium und im diplomatischen Dienst.

Derzeit nimmt N. Achundowa an einem gemeinsamen Projekt der ADA-Universität und des Kulturministeriums unter dem Titel „Aserbaidschanische Kultur für Botschafter des Friedens“ teil. Das Projekt richtet sich an ausländische Diplomaten und sieht Treffen sowie Vorlesungen vor, die der Musik, Literatur, dem Kinofilm, Theater und der bildenden Kunst Aserbaidschans gewidmet sind.

Mit Blick auf den Friedensprozess und die Perspektiven für den Aufbau von Beziehungen in der Region merkte sie an, dass die über Jahrzehnte des Konflikts aufgeladenen negativen Emotionen nicht in kurzer Zeit überwunden werden können.

„Seien wir ehrlich zu uns selbst: Auch bei uns können diese negativen Emotionen nicht an einem Tag, in einer Woche oder in einem Jahr vergehen“, sagte die Kulturwissenschaftlerin.

Dabei betonte sie, dass sich das aserbaidschanische Volk historisch durch Friedfertigkeit, Gastfreundschaft und Toleranz auszeichnet.

„Wie auch immer man uns darstellen mag, wie sehr man uns auch durch einzelne Provokationen in einem unvorteilhaften Licht erscheinen lassen möchte, die Aserbaidschaner sind ihrem Wesen nach ein friedfertiges und gastfreundliches Volk“, sagte N. Achundowa.

Ihrer Meinung nach müssen ökonomische und politische Kontakte von humanitären und kulturellen Initiativen begleitet werden, die in der Lage sind, den Prozess der Annäherung weniger schmerzhaft und effektiver zu gestalten.

„Alle Mittel, die diesen Prozess sanfter und wirksamer gestalten können, müssen eingesetzt werden. Die Kultur ist eines dieser Instrumente“, sagte N. Achundowa.

Sie fügte hinzu, dass eine wesentliche Voraussetzung für die Normalisierung der Beziehungen das Bewusstsein für die geografische und historische Realität sei.

„Es gibt keinen anderen Weg. Wie Napoleon seinerzeit sagte: Geografie ist Schicksal. Wir haben ein solches Schicksal. Das müssen nicht nur wir verstehen, sondern auch die Vertreter der anderen Seite“, betonte sie.

Ihren Worten zufolge ist das kulturelle Zusammenwirken ein sicherer und effektiver Kanal der internationalen Zusammenarbeit.

„Der Weg über die Kultur ist ein wichtiger, wirksamer und sicherer Weg. Man darf niemals vergessen, dass die Kulturdiplomatie ein entscheidendes Segment der großen Diplomatie ist“, unterstrich N. Achundowa.

Sie merkte zudem an, dass Toleranz und Respekt gegenüber der Kultur nationaler Minderheiten fundamentale Werte der aserbaidschanischen Gesellschaft seien. Die Vertreter aller in Aserbaidschan lebenden Nationalitäten hätten in der Zeit des Vaterländischen Krieges Einheit und Zusammenhalt bewiesen.

Sie fügte hinzu, dass die unglaubliche Palette aller Farben, die Aserbaidschan darstellt, außergewöhnlich leuchtend und vielfältig sei.

„Das ist ein Mosaik, das sich letztlich zu einer Harmonie zusammenfügt“, schloss Nigar Achundowa.

Wir präsentieren den Lesern die vollständige Videoaufzeichnung der Sendung: