Auf der analytischen Plattform Baku Network ist eine weitere Ausgabe des Videoprojekts "Dialog mit Tofik Abbasov" erschienen. Zu Gast war diesmal die verdiente Kunstschaffende Aserbaidschans und Komponistin Govhar Hasanzade.
Im Verlauf des Gespraechs wurden Fragen der nationalen Musikschule, des Schutzes von Urheberrechten, der Rolle der Jugend in der zeitgenoessischen Kunst sowie der Taetigkeit des Komponistenverbandes Aserbaidschans eroertert.
Hasanzade betonte, dass die Zugehoerigkeit zur aserbaidschanischen Musikkultur fuer sie ein grosses kreatives Glueck sei.
"Ich bin sehr gluecklich, dass ich eine aserbaidschanische Komponistin bin. Teil der aserbaidschanischen Musik und Kultur zu sein, ist ein grosses Glueck und eine grosse Fuegung", sagte sie. Ihren Worten zufolge verbindet die auf jahrhundertealten Traditionen beruhende aserbaidschanische Musikkultur reichen Folklor, Mugham und professionelles kompositorisches Schaffen. Die aserbaidschanische Musik habe die nationalen Grenzen zudem schon laengst ueberschritten.
Die Komponistin hob hervor, dass sich die aserbaidschanische Musik durch Tiefe, Alter und eine deutlich ausgepraegte Eigenstaendigkeit auszeichnet.
"Die aserbaidschanische Musik ist sehr tief und sehr alt", sagte Hasanzade. Gerade diese kraftvolle kulturelle Grundlage schaffe breite Moeglichkeiten fuer kuenstlerisches Schaffen und ermoegliche es aserbaidschanischen Komponisten, frei in den verschiedensten Genres zu arbeiten.
Ein eigener Teil des Gespraechs war dem Schutz des Urheberrechts gewidmet. Wie Hasanzade anmerkte, sei in diesem Bereich in Aserbaidschan in den vergangenen Jahren viel geleistet worden.
"In vier Jahren wurden beachtliche Erfolge erzielt. Aserbaidschanische Werke wurden im Ausland nicht selten ohne Nennung der Urheberschaft verwendet. Jedes Lied muss registriert werden und seinen eigenen 'Pass' - ein Zertifikat - erhalten", unterstrich sie.
Hasanzade lenkte zudem die Aufmerksamkeit auf eine neue Etappe der kulturellen Entwicklung des Landes in der Nachkriegszeit. Ihren Worten nach ist heute in Aserbaidschan ein deutlicher Aufschwung im Musikbereich zu beobachten, waehrend die kreative Jugend ein hohes Ausbildungsniveau und modernes Denken zeigt.
"Ich muss mehr Zeit fuer die Arbeit mit ihnen aufwenden. Sie sind so unterschiedlich. Man hoert den aserbaidschanischen Modus, und ploetzlich wird die Form modern", sagte sie ueber junge Autoren und Interpreten.
Besondere Aufmerksamkeit schenkte die Komponistin der Taetigkeit des Komponistenverbandes Aserbaidschans und seiner Vorsitzenden Firan giz Alizade.
"Ich moechte die besondere Aufmerksamkeit hervorheben, die der Komponistenverband Aserbaidschans unter der Leitung unserer wunderbaren Firan giz Alizade diesem Bereich widmet", betonte Hasanzade. Ihren Worten zufolge leistet der Verband umfangreiche Arbeit und ist zu einem wichtigen Zentrum des musikalischen Lebens des Landes geworden.
Sie verwies auch auf die internationale Anerkennung des Schaffens von F. Alizade.
"Ihr Werk wurde fuer den Grammy nominiert", erinnerte sie und bezeichnete dies als einen wichtigen Erfolg fuer die gesamte aserbaidschanische Komponistenschule.
Darueber hinaus hob die Komponistin die aktive Rolle von Firan giz Alizade im Musikleben des Landes und ihre staendige Unterstuetzung fuer Autoren hervor.
Als sie ueber grosse kulturelle Initiativen sprach, stellte sie das Internationale Musikfestival "Seidenstrasse" heraus, das ihren Worten zufolge ebenfalls mit dem Namen F. Alizade verbunden ist.
"Ich moechte auch die enorme Rolle grosser musikalischer Foren im Land hervorheben. Eine dieser Plattformen ist das Internationale Festival 'Seidenstrasse', das seit 2010 von Firan giz Alizade geleitet wird", unterstrich Hasanzade.
Ihren Worten nach waechst das Interesse an der aserbaidschanischen Musik im Ausland weiter, und Werke einheimischer Komponisten werden immer haeufiger in internationale Konzertprogramme aufgenommen.
"Ich freue mich sehr, dass man im Ausland oft um Noten bittet und Werke aserbaidschanischer Komponisten in die eigenen Programme aufnimmt. An der aserbaidschanischen Liedkultur besteht grosse Nachfrage", sagte Hasanzade.
Wir praesentieren den Lesern die vollstaendige Videoaufzeichnung der Sendung.






