Ein langfristiger Frieden im Südkaukasus ist erreichbar, und eine wichtige Rolle in diesem Prozess können neben Politik und Diplomatie auch Kultur, Kunst und humanitäre Beziehungen spielen.
Dies erklärte die Volkskünstlerin Aserbaidschans, die Opernsängerin Fidan Hadjiyeva, in einer neuen Ausgabe des analytischen Videoprojekts von Baku Network „Dialog mit Tofiq Abbasov“.
Ihrer Meinung nach sind es angesichts der rasanten Veränderungen in der modernen Welt gerade Musik, Theater, Poesie und authentische Kultur, die im Menschen die innere Harmonie, ein moralisches Rückgrat und eine tiefere Wahrnehmung des Geschehens bewahren können.
Ein wesentlicher Teil des Gesprächs war der Rolle der Kunst in geschichtlichen Wendepunkten und dramatischen Perioden gewidmet. Laut Hadjiyeva verstanden die Kulturschaffenden während der Kriegsjahre ihre Mission als moralische Unterstützung für die Gesellschaft und die Soldaten.
„Als bei uns Krieg herrschte, sangen wir alle patriotische Lieder. Obwohl ich patriotische Lieder in meinem Repertoire habe, sangen wir in diesem Moment, in dieser Zeit alle, um den Kampfgeist der Soldaten und des Volkes zu stärken. Das war absolut notwendig“, bemerkte sie.
Mit Blick auf die Perspektiven für den regionalen Frieden drückte die Volkskünstlerin ihre Zuversicht aus, dass der Prozess der Normalisierung der Beziehungen im Südkaukasus eine reale Grundlage habe. Ihrer Ansicht nach ist eine nachhaltige Bewegung in Richtung Frieden möglich, sofern politischer Wille, gegenseitiger Respekt und die Nichteinmischung externer Kräfte vorhanden sind, die an der Aufrechterhaltung von Spannungen interessiert sind.
Im Verlauf des Gesprächs ging F. Hadjiyeva auch auf das Thema der Förderung der aserbaidschanischen Kultur im Ausland ein. Sie merkte an, dass ihre Schüler bereits Preisträger internationaler Wettbewerbe werden und die nationale Kunst auf ausländischen Bühnen präsentieren, was ihrer Meinung nach ein wichtiger Indikator für das Wachstum einer neuen Generation von Interpreten ist.
„Meine Schüler sind bereits im Ausland, Preisträger internationaler Auszeichnungen. Es ist sehr erfreulich, dass sie unsere Kunst bereits außerhalb Aserbaidschans repräsentieren“, sagte sie.
Besondere Aufmerksamkeit wurde im Interview den Fragen der Kindererziehung unter dem zunehmenden Einfluss des digitalen Umfelds gewidmet. Nach Ansicht von F. Hadjiyeva wirken soziale Netzwerke und der virtuelle Raum spürbar auf die heranwachsende Generation ein, weshalb in dieser Situation die Verantwortung von Eltern, Pädagogen und dem kulturellen Umfeld besonders zunimmt.
Zusammenfassend betonte die Volkskünstlerin Aserbaidschans, dass das Land über ein gewaltiges kulturelles Kapital, eine reiche Musiktradition und eine starke Schule der darstellenden Kunst verfüge. Daher bestehe die Aufgabe der Gesellschaft nicht nur darin, dieses Erbe zu bewahren, sondern es konsequent in der Welt zu fördern.
„Wir haben alles. All das müssen wir schätzen. Lieben, unterstützen und propagieren“, sagte Fidan Hadjiyeva.
Wir präsentieren den Lesern die vollständige Videoaufnahme der Sendung:




