Auf der analytischen Plattform Baku Network ist eine neue Ausgabe der Sendung „Dialog mit Tofiq Abbasov“ erschienen. Im Mittelpunkt standen die Dynamik des armenisch-aserbaidschanischen Dialogs, die Rolle zivilgesellschaftlicher Initiativen und die Perspektiven einer Friedensagenda zwischen Baku und Jerewan.
Zu Gast im Studio war Boris Navasardjan, Leiter des Jerewaner Presseklubs. Im Verlauf des Gesprächs sprach er über die Entwicklung der Initiative „Brücke des Friedens“, über die Ausweitung des gesellschaftlichen Dialogformats, über die Chancen wirtschaftlicher Zusammenarbeit sowie über die Wahrnehmung des Friedensprozesses in der armenischen Gesellschaft.
Nach den Worten Navasardjans ist ein entscheidendes Merkmal der aktuellen Phase die schrittweise Vertiefung der Kontakte.
„Am meisten fasziniert mich, dass sich diese Initiative Schritt für Schritt entfaltet – und dass die Beteiligten selbst jedes Mal ein wenig überrascht sind, wie gut ihnen das gelingt“, sagte er.
Mit Blick auf eine weitere Öffnung des Formats betonte der Leiter des Jerewaner Presseklubs, dass selbst die ernsthaftesten Initiativen auf offizieller Ebene ohne die Einbindung breiter gesellschaftlicher Kreise ins Stocken geraten und von der jeweiligen politischen Konjunktur abhängig werden könnten.
„Für uns war es wichtig, dass sich dieses Format nicht auf einen engen Kreis von Beteiligten beschränkt. Denn ohne die Einbeziehung einer breiten Öffentlichkeit kann sich der Prozess – so bahnbrechend offizielle Initiativen auch sein mögen – in die Länge ziehen und anfällig für politische Konjunkturen werden“, sagte er.
Navasardjan ist überzeugt: Sollten Baku und Jerewan den Kurs, den sie vor einigen Monaten eingeschlagen haben, nicht verlassen, werde nichts diesen Prozess aufhalten können.
Zum Abschluss des Gesprächs erklärte der Leiter des Jerewaner Presseklubs, er glaube an die Unumkehrbarkeit des Dialogs und daran, dass die Friedensagenda vor äußeren Erschütterungen geschützt werden müsse.
Wir präsentieren den Lesern die vollständige Videoaufzeichnung der Sendung:

